Teil eines Werkes 
1. Folge, Berlin und Sansouci oder: Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 3. Band (1855)
Entstehung
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ſein möchte, Quanz ein wenig zu beſänftigen, indem er ſeiner Schülerin Theilnahme bewieſe.

Das iſt in der That ein ſehr beklagenswerther Un⸗ fall, ſagte der König laut. Eilen Sie, Pöllnitz, ſich in meinem Namen nach dem Befinden dieſer talent⸗ vollen jungen Sängerin zu erkundigen. Sollte ſie noch leidend ſein, ſo nehmen Sie einen Wagen und fahren Sie dieſelbe in ihre Wohnung zurück, und kehren Sie nicht eher wieder, bis ſie mir beruhigende Nachrichten über das Wohlergehen von Quanzens Schülerin geben können. 3

So ſprechend ſchaute der König verſtohlen hinüber nach dem gefürchteten Quanz, deſſen Geſicht ſich jetzt ſchon ein wenig aufgekärt hatte, und der minder finſter drein ſchaute.

Wir werden vielleicht mit einem Tag verdrießlichen Brummens davon kommen, flüſterte der König, und Quanz wird dies Mal bald beſänftigt ſein.

Er ſetzte ſich und gab das Zeichen fortzufahren, denn er ſah, daß die ohnmächtige Sängerin unter dem

Beiſtand des Barons von Pöllnitz war hinausgetragen worden.

XIV. Der Tod der alten Zeit.

Die Muſik rauſchte weiter, während Pöllnitz ganz entſetzt und voll heimlichen Grauens eine Hofeqnipage herbei vief, und dem erhaltenen königlichen Befehl ge⸗ mäß mit der ohnmächtigen Sängerin von dannen fuhr.