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ein ſo ſeltenes Exemplar anbietet, und ich es doch nicht mehr bekommen kann 2)2
Der König von Preußen gewann ſich die Frauen
des Volks durch ſeine ſchmucken Soldaten, die Damen der Ariſtokratie durch ſeine eigene Schönheit, Liebens⸗ würdigkeit, ſeine Grazie, Anmuth und ſeinen eminenten Geiſt. Als er der Ariſtokratie von Schleſien im Loka⸗ telliſchen Hauſe in Breslau einen Ball gab, eilten die
vornehmſten und dem Hauſe Oeſterreich früher am
innigſten ergebenen hochadligen Familien, der Ein⸗ ladung des Königs zu folgen, und Jedermann drängte ſich dazu, dieſen liebenswürdigen König zu ſehen, welcher
zugleich ein Held und ein Dichter, ein Cavalier und
ein Krieger, ein Jüngling und ein Weiſer war, welcher ſchön war und jung und lebensluſtig, und nicht ſich
einhüllte in ſteife ceremonielle Formen, der den Damen
gegenüber ganz zu vergeſſen ſchien, daß er ein König ſei, welcher gebieten konnte, ſich nur darſtellend als ein Cavalier, der, wenn er eine der Damen zum Tanz auf⸗ forderts, ſich dies von ihr als eine ſchmeichelhafte Gunſt erbat.
Und wie der König ſich die Damen der Ariſtokratie durch ſeine eigene Liebenswürdigkeit und Schönheit er⸗ oberte, gewann er ſich die Herren durch die Orden und Titel, welche er mit vollen Händen ausſtreuete. „Mir träumte dieſe Nacht, ſagte er lächelnd zu dem Baron von Pöllnitz, mir träumte, daß ich hier in Breslau einige Fürſten, Grafen und Barone ſchuf. Helfen Sie mir, daß mein Traum Wahrheit werde, indem Sie mir etliche Namen angeſehener Familien nennen, welche ich fürſten, grafen und baroniſiren kann.“— Pöllnitz nannte die Namen und die Fürſten —
*) Bielfeld. Lettres. Vol. I. pag. 160.
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