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armen bethörten Motte, ſo lange das ſtrahlende und glänzende Licht zu umflattern, bis ich mich zu Tode daran verbrannt hätte. Oh, ich ſagte Ihnen, daß ich nicht mehr jung ſei. Ich habe indeß ein junges Herz, ein jüngeres vielleicht als alle Ihre ſchönen Hofdamen und Edelfräulein, denn das meine iſt nicht abgenutzt und verbraucht worden, das meine iſt rein und hart und klar geweſen wie Bergcryſtall, bis—
Nun, vollenden Sie, ſagte der Graf, als ſie ſtockte, fahren Sie fort in dieſen allerliebſten Bekenntniſſen, die man ſich freilich ſelten vor, ſondern gewöhnlich erſt nach der Ehe zu machen pflegt. Sie ſprachen deſ Jhram Herzen, welches wie Bergeryſtall geweſen, bis—
Bis ich den König geſehen hatte, fuhr ſeine Braut hocherglühend fort, bis ich in dieſe wunderbaren ſtrah⸗ lenden Augen geſchaut, bis ich dieſes ſtolze und zugleich ſo gütige und milde Lächeln geſehen, mit welchem er vom Balkon herab ſein Volk begrüßte.
Ach, es war alſo am Huldigungstage, als Sie den genialen Entſchluß faßten, den König zu lieben.
Ja, es war am Huldigungstage, als ich zum erſten Male begriff, wie hoch und ſtolz, wie ſtrahlend, überwältigend und herzbezwingend ein wahrer Mann ſei. Und meine Seele beugte ſich in Demuth und Gehorſam vor dieſem Titanen mit dem weltgebietenden Blick, und mein Herz ſchmiegte ſich in Anbetung dieſem Manne zu Füßen, der ſo wunderbar zu lächeln und
mit ſeinen Augen ſo große Dinge zu ſprechen wußte.
Ach, wäre ich damals, wie Sie, in ſeiner Nähe ge⸗ weſen, ſo würde ich zu ſeinen Füßen niedergeſunke ſein und zu ihm geſagt haben: ich nehme Dich an meinem Herrn und zu meiner Gottheit. Du biſt
mich das Ideal des Mannes und als ſolches will ich
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