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ſtraße, um ihm ſein Haus zu zeigen*). Sie ſind ent⸗ laſſen, meine Herren.
Als die beiden Herren den Saal verlaſſen hatten, blieb der König eine Zeitlang ſinnend und in Gedanken verloren ſtehen. Er ſchien es gar nicht zu wiſſen, daß er nicht allein ſei, daß Fredersdorf dort drüben in der Fenſterniſche ſtand, wohin er ſich gleich bei dem Erſcheinen des Königs zurückgezogen hatte, und ein verzweifelnder, zitternder Zuſchauer der ganzen Scene, welche auch ſeine Hoffnungen und Pläne zerſtörte, ge⸗ weſen war.
Plötzlich durchſchritt der König ſchnell den Saal und blieb gerade vor Fredersdorf ſtehen. Seine ſonſt ſo leuchtenden und flammenden Augen waren jetzt wie von einer Wolke umſchleiert, und ein Ausdruck ſtiller Schwermuth beſchattete ſein edles, ſchönes An⸗ geſicht. 1
Fredersdorf, ſagte er mit einer ſo ſanften, milden Stimme, daß das Herz des Angeredeten davon erbebte und eine tiefe Bläſſe ſeine Wangen überzog, Freders⸗ dorf, iſt es denn wirklich wahr, daß Ihr Alle niemals den Menſchen in mir ſeht, ſondern immer nur den König? Daß Ihr niemals ein Herz für Euren Fürſten habt, ſondern immer nur Neid, Haß und Zorn, immer nur Böswilligkeit und Hinterliſt. Und auch Du, Fre⸗ dersdorf, auch Du willſt ſo denken, Du, welchen ich geliebt habe, nicht wie ein Herr ſeinen Diener, ſondern wie einen Freund, dem gegenüber ich oft vergeſſen habe, daß ich ein Fürſt war, um nur daran zu denken, daß ich einem Menſchen gegenüber ſtand, der ein menſchtic fühlend Herz für meine Sorgen und Schmer⸗
*) Dieſes Haus iſt das jetzige Gebaude der Königlichen Bank in der Jägerſtraße.
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