Wollen mir Ew. Majeſtät eine Bitte erlauben?
e der Miniſter Boden, indem er einen gütevollen und mitleidigen Blick auf Pöllnitz warf, der ganz zer⸗ ſchmettert, kaum ſeiner Sinne mächtig, neben ihm ſtand. Als der König mit einem ſtummen Kopfneigen bejahete, fuhr der Miniſter fort: Ew. Majeſtät haben mich eben ſo überreich und durch Ihre Gnade ſo glücklich gemacht, daß ich wohl die Verpflichtung und das Recht habe, von meinem Reichthum und meinem Glück Andern zu geben. Der Herr Baxron von Pöllnitz hat früher auf Befehl des verſtorbenen Königs den Bauplan jenes Hauſes, welches Ew. Majeſtät eben die Gnade gehabt, mir zu ſchenken, entwerfen müſſen, er hat feruer die ganze innere glänzende und geſchmackvolle Einrichtung deſſelben nach ſeinem Ermeſſen und ſeinen Wünſchen gemäß, zu beſorgen gehabt, und ſo mag es gekommen ſein, daß der Herr Baron glaubte, dieſes Haus, welches nach ſeinem Geſchmack und ſeinen Anordnun⸗ gen eingerichtet worden, könne nun auch für ihn beſtimmt ſein. Jedenfalls aber bin ich dem Herrn von Pöllnitz Dank ſchuldig, denn ich, als ein einfacher und ſchlichter Mann, würde es nicht verſtanden haben, dieſes Haus ſo ſchön und ſo geſchmackvoll einzurichten. Erlauben Ew. Majeſtät alſo, daß ich meinen Dank dadurch abtrage, daß ich jetzt die kleinen Hypotheken, welche der Herr von Pöllnitz auf dieſes Haus ausge⸗ ſcchrieben, reſpectire, und ſie auf meinen Namen über⸗ tragen laſſe.
Der König heftete ſeine durchdringenden Blicke auf
den Kammerherrn, der jetzt ſchon wieder ſich zu erholen
begann und das Haupt mit neuem Muth wieder empor
richtete.
miniſters zu erwidern?
2 fragte der König..
Was haben Sie auf dieſen Vorſchlag des Finanz⸗


