Teil eines Werkes 
1. Folge, Berlin und Sansouci oder: Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 3. Band (1855)
Entstehung
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ſtammelte Pöllnitz, ich verſtehe nicht, welches Vergehens 6 9 t geh

und die Möglichkeit zu haben, es Ihnen wiederzuerſtatten.

Dieſes Haus, unterbrach ihn der König mit zür⸗ nendem und ſtrengem Ton, dieſes Haus, welches Ihnen ſelber ſo wohl gefiel, daß Sie, wie zuweilen thörichte Kinder es thun, die Wirklichkeit mit ihren Träumen verwechſelten und ſich alles Ernſtes ein⸗ bildeten, dieſes Haus gehöre Ihnen ſchon, blos, weil Sie wünſchten, es möchte Ihnen gehören. Ich würde über dieſe kindiſche Thorheit lächeln, wenn ſie eben nur ein Spiel Ihrer müßigen Phantaſie geblieben wäre, aber Sie haben damit nicht nur ſich ſelber, ſondern auch Andere betrogen, und das iſt ein Ver⸗ gehen, welches unverzeihlich iſt und welches Sie noch heute wieder gut machen werden, wenn Sie nicht wollen, daß ich Sie ſofort aus meinem Dienſt ent⸗ laſſe.

Ich weiß nicht, was Ew. Majeſtät ſagen wollen,

ich beſchuldigt werde und wodurch ich die Gnade meines Königs verwirkt haben ſoll.

Der König trat heftig einen Schritt auf ihn zu und ſein flammendes, zornblitzendes Auge ſchien den bleichen, zitternden Höfling zerſchmettern zu wollen.

Sie wiſſen ſehr wohl, Herr Kammerherr von Pöll⸗ nitz, von welchem Vergehen unter den vielen, die Sie täglich und ſtündlich ausüben, ich eben ſpreche, rief er mit donnernder Stimme. Sie wiſſen ſehr wohl, daß ich davon ſpreche, daß es Ihnen beliebt hat, dieſes Haus in der Jägerſtraße, welches ich eben Boden ge⸗ ſchenkt, für das Ihrige auszugeben und daß Sie be⸗ reits leichtgläubige Leute gefunden haben, welche Ihnen auf dieſes Beſitzthum geborgt haben, und denen Sie alſo auf eine ſchnöde und hinterliſtige Weiſe ihr Geld abge⸗ ſchwindelt haben, ohne nur im Mindeſten den Vorſatz