Teil eines Werkes 
1. Folge, Berlin und Sansouci oder: Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 3. Band (1855)
Entstehung
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Nun, ſagte Friedrich nach einer langen Pauſe, wir kennen uns alſo jetzt und wiſſen, was wir von einander zu halten haben, und das iſt immer ſchon ein großer Gewinn in dieſer Welt voll Verſtellung, Heuchelei und Tücke. Auch will ich Ihnen ſogleich einen Beweis geben, daß ich mein Ohr nicht den ver⸗ nünftigen Rathſchlägen meiner Miniſter verſchließen will, und ihren begründeten Vorſtellungen ſogar meine perſönlichen Wünſche zu opfern bereit bin. Ich werde dieſes Palais für die Königin⸗Mutter nicht bauen laſſen. Sie haben mir bewieſen, daß keine unſerer Kaſſen mit dieſen Ausgaben belaſtet werden kann, und ich kann nicht vier Millionen zu einem Schloßbau aus dem Staatsſchatz entnehmen, der bald zu ganz anderen und wichtigeren Zwecken gebraucht werden wird.— Aber in dem Königlichen Haushalt werden einige Aenderungen nothwendig ſein, und wünſche ich ihn glänzender, mehr der Würde eines Königs angemeſſen. Nehmen Sie alſo dieſe Entwürfe und Pläne mit ſich. Streichen Sie davon das Ueberflüſſige, ſehen Sie zu, wie viel davon bleiben kann und ſagen Sie mir, auf welchen Etat wir dieſe Mehrausgaben ſetzen können*).

. III. Die enttäuſchten Höflinge.

Während der König ſeinem Miniſter die köſtlichen

Entwürfe des Baron Pöll nitz übergab, ſaß dinſer

pag. 15.

**) Könis. Schilderung vo Berlin. Theil V. Bt. 2

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