Uebereilung oder aus Irrthum in einen Fehler ver⸗ fallen möchte.
Ich werde das thun, ſo wahr mir Gott helfen und die Kraft verleihen wird, meinem König und meinem Vaterlande treu und erfolgreich zu dienen, rief Boden tiefbewegt.
Wir ſind alſo einig, ſagte der König freundlich. Sie bleiben mein Finanzminiſter. Hätten Sie Ihre
Entlaſſung nicht gefordert, ſo würde ich ſie Ihnen ge⸗
geben haben, denn ich würde dann geſehen haben, daß Diejenigen, welche Sie verleumden, Recht hatten, und daß Ihnen nur daran lag, um jeden Preis Miniſter zu bleiben. Sie haben mir aber bewieſen, daß Sie ein redlicher Mann ſind und darum bleiben Sie, was Sie ſind, mein Finanzminiſter. Aber, fuhr der König fort, und jetzt nahm ſein leicht bewegliches Geſicht wieder einen eigenthümlichen, innigen und erhabenen Ausdruck an, ich habe Sie nicht blos als einen red⸗ lichen Beamten erkannt, ſondern auch als einen uner⸗ ſchrockenen, kühnen und wahrheitsliebenden Mann, als einen treuen Freund, als einen Unterthanen, der für empfangene Wohlthaten dankbar iſt und ſeinen König nicht aufhört zu lieben, ſelbſt wenn dieſer ſchon ge⸗ ſtorben iſt. Sie haben den Muth gehabt, den ver⸗ ſtorbenen König zu vertheidigen, als ſein Nachfolger ihn zu tadeln ſchien. Dafür kann Ihnen der König nicht danken, ſondern nur der Sohn, indem er zu Ihnen ſagt: komm an mein Herz, Du treuer und edler
Diener meines Vaters. Komm und laß Dich um⸗ armen! Wir Könige ſind zu arm, um die Treue und die Liebe anders zu belohnen, als mit Liebe.
Der König breitete ſeine Arme aus. Boden warf ſich mit einem Ausruf des Entzückens an ſeines Königs Herz und weinte laut.


