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ſchmeichleriſch zu dienen, würden Sie Sich verſündigt haben an meinem Volk, an meinen Unterthanen, deren Wohl mir heilig iſt und welche nicht mit neuen Ab⸗ gaben belaſtet werden ſollen. Gelobt ſei Gott, daß ich ſagen kann, ich habe meine Beſtimmung erkannt! Möchten es alle Fürſten thun! Möchten ſie auf den Zweck ihrer Einſetzung zurückgehen, ſo würden ſie dann ſehen, daß dieſer Raug, auf welchen ſie ſo eiferſüchtig ſind, daß ihre Erhebung nur das Werk der Völker iſt; daß dieſe Tauſende von Menſchen, die ihnen anvertraut ſind, ſich durchaus nicht zu Sclaven eines einzigen Menſchen geſtempelt haben, um ihn deſto furchtbarer und mächtiger zu machen, daß ſie ſich durchaus nicht
einem Bürger unterworfen haben, um die Märtyrer
ſeiner Launen und der Spielball ſeiner Einfälle zu ſein, ſondern, daß ſie ſich denjenigen unter ihnen er⸗ leſen haben, den ſie für den Gerechteſten gehalten haben, um ſie zu regieren, für den Beſten, um ihnen Vater zu ſein, für den Menſchenfreundlichſten, um bei ihrem Unglück mitzufühlen und ſie aufzurichten, für den Muthigſten, um ſie gegen ihre Feinde zu ver⸗ theidigen, für den Weiſeſten, um ſie nicht zu unge⸗ legener Zeit in verheerende und verderbliche Kriege zu verwickeln. Den Mann endlich, der ihnen am geeig⸗ netſten ſchien, den Staatskörper zu vertreten und dem die ſouveraine Macht zur Stütze der Geſetze und der Gerechtigkeit dienen ſollte, nicht aber zum Mittel, um
ungeſtraft Verbrechen zu begehen und unwürdige Ty⸗
rannei auszuüben*).— Das iſt meine Anſicht von dem Beruf eines Fürſten, ſo will ich ihn erfüllen und darin ſollen Sie mir beiſtehen, Boden!
*) Des Königs eigene Worte. Siehe: Oeuvres Posth. 5 4 7 T. 6. pag. 48.


