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kein Geld, ſondern nur Schulden kennt, einen ſolchen Plan entwerfen konnte, einen Plan, zu deſſen Reali⸗ ſirung es nicht blos preußiſchen Geldes, ſondern einer Goldquelle aus Tauſend und eine Nacht bedürfe.
Ah, ich werde dieſem Unverſchämten den Hals brechen, das ſchwöre ich, murmelte Pöllnitz.
Ueber des Königs Antlitz war ein unmerkliches Lächeln geflogen. Sie billigen dieſen Plan alſo nicht? fragte er. 3
Ew. Majeſtät, wir haben keine Kaſſen, auf welche dieſe Gelder angewieſen werden könnten, und wenn Ew. Majeſtät ſich auch entſchließen wollen, die zu einem ſolchen Hofſtaat nothwendigen Summen aus dem Staats⸗ ſchatz zu entnehmen, ſo würde auch dieſer ſchon binnen des erſten Jahres erſchöpft ſein.
Nun, laſſen wir jetzt den Plan und ſagen Sie mir zuvörderſt, wie ſteht es mit den Anweiſungen zu
„dem Schloßbau für die Königin⸗Mutter? Sie haben meine Inſtructionen erhalten?
Ich habe ſie erhalten.
Und Sie haben die Gelder angewieſen?
Nein, Majeſtät, ich kann es nicht.
Wie? Sie können es nicht, wenn ich, Ihr König und Ihr Herr es gebiete? rief Friedrich mit donnern⸗ der Stimme. 3
Boden verneigte ſich ehrfurchtsvoll. Majeſtät, es giebt noch einen höhern Herrn, das iſt mein Gewiſſen. Mein Gewiſſen aber verbietet mir, dieſe Summen aus den, von Ew. Majeſtät bezeichneten Kaſſen zu entnehmen. Es ſind vier Millionen, welche Ew. Majeſtät fordern, und Sie verlangen, daß dieſe von Kaſſen geliefert
werden, welche zur Erhaltung der ganzen Armee und zur Unterſtützung nothleidender und von Unglück gee
troffener Städte und Ortſchaften beſtimmt ſind. Ich


