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Königlich und mit vollen Händen zu geben. Das be⸗ weiſen die lithauiſchen Provinzen, das beweiſen die Städte und Dörfer, welche er dort aus Schutt und Trümmern wieder erbauen ließ, das beweiſen dieſe halbe Million glücklicher Menſchen, welche in Frieden und Freudigkeit jetzt dort lebt, wo vormals eine von Peſt und Noth verheerte Wüſte war. Mehr als drei Millionen Thaler hat der König für Litthauen ausge⸗ geben, indeß er freilich hier in ſeinem eigenen Schloſſe mit ängſtlicher Sorgfalt den Küchenzettel ſeiner eigenen Königlichen Tafel überwachte. Nein, der König hat nicht nur Millionen zuſammengeſcharrt, er hat ſie auch würdig auszugeben verſtanden.
Dieſer Menſch muß wahnſinnig ſein, flüſterte Pöll⸗ nitz faſt mitleidig. Er wagt es, den verſtorbenen König auf Koſten ſeines Nachfolgers dieſem in’'s Angeſicht zu loben. Das iſt eine Tollkühnheit und Dummheit, die ihm den Hals brechen muß.
Der König hat ſich von ihm abgewendet, ſagte Fredersdorf, ſehen Sie, er geht zum Fenſter hin und ſchaut hinaus. Er will offenbar ſich ſelber Zeit geben, ſeinen Zorn zu bemeiſtern und die Luſt zu bezwingen, dieſen Unverſchämten mit eigenen hohen Händen zur Erde zu ſchleudern.
Wiſſen Sie, ſagte Pöllnitz lachend, daß ich im Stande wäre, dieſem Boden Hundert Flaſchen Cham⸗ pagner aus dem Keller meines Hauſes in der Jäger⸗ ſtraße zu geben, wenn ich dafür die Freude haben könnte, zu ſehen, daß der König ihn mit eigener Hand beſtrafte?
Der König wandte ſich jetzt wieder dem Miniſter zu, welcher ruhig und wie ein Mann, hper auf
Alles gefaßt, zu Allem reſignirt iſt, ihm entgegen ſah.
Wie die Höflinge da draußen, glaubte auchter, daß
des Königs Zorn ihn jetzt zerſchmettern werde.
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