Teil eines Werkes 
1. Folge, Berlin und Sansouci oder: Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 3. Band (1855)
Entstehung
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ich dieſe Feſte nicht in meinem, ſondern in des Königs Namen arrangiren, denn er wird es ſein, welcher alle

dieſe Feſte bezahlt und nebenher auch alle meine Schul⸗

den. Denn ich werde immer wieder neue Schulden machen. Ich werde großmüthig ſein, wie Fouquet, verſchwenderiſch und üppig wie Lucull, und zuletzt, wenn ich mir eines Tages nicht mehr zu helfen weiß, werde ich wenigſtens es machen, wie der gute Heliogabal, von dem Sie mir vorher erzählten, ich werde meine Gläubiger, wenn ſie unverſchämt werden, nicht um ihr Geld betrügen, ſondern ich werde ſie nur mit Blumen erſticken.

Und ich, der Niedriggeborne, der verlachte Kam⸗ merdiener, ſagte Fredersdorf mit glühenden Augen, aus denen ein dunkles unheimliches Feuer blitzte, ich, welcher ſo lange der Diener und der Knecht war, ich werde der Herr ſein. Der König liebt mich und er wird an mir immer einen ergebenen, treuen Diener finden, aber durch ihn werde ich ein unerbittlich ſtrenger Herr ſein und dieſe hochmüthigen Vaſallen, dieſe Grafen und Barone, welche achtlos an mir vorübergingen, ſie

ſollen ſich jetzt vor mir in den Staub werfen und mich

um Gnade anflehen. Aber ich werde unerbittlich ſein. Meine Rache wird ſie treffen und ſie zerſchmettern, denn ich beſitze das Herz des Königs und ſein Mund wird der meine ſein..

Auf goldenem, ſternenfunkelnden Wagen wollen wir

dieſen gezähmten Löwen umherziehen, ſagte Pöllnitz,.

mit Blüthenhonig wollen wir ihn tränken, mit Nachti⸗ gallenzungen ihn füttern, mit Lacrimae Chriſti ſeine

Füße waſchen, und was die kühnſte Phantaſie und der

grandioſeſte Verſchwender nur erſinnen kann, um den

Gaumen zu litzeln, das wollen wir auf ſeine Tafel ſetzen. Ah, dieſe guten Römer, welche junge lebendige