Pat
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Mädchen in ihre Teiche warfen, damit ſie Futter ſeien für ihre Aaale und das Fleiſch derſelben deſto ſaftiger und weicher würde, dieſe guten Römer ſollen ſpieß⸗ bürgerliche, empfindſame und geizige Tugendnarren geweſen ſein gegen mich! Ich werde— 3
Plötzlich verſtummte Pöllnitz und ſtarrte nach der Thür hin. In dieſer geöffneten Thür des Vorſaals erſchien ſoeben der Finanzminiſter von Boden, der ge⸗ haßte Feind, der gefürchtete und jetzt, wie man meinte, zu Grunde gerichtete Gegner.
Ohne Gruß niäherte ſich dieſer Mann mit den ernſten, ehernen Zügen den beiden Freunden, welche ihn erſtaunt und mit faſt unverſchämten Blicken an⸗ ſtarrten. 3
Haben Sie die Güte, mich Sr. Majeſtät anzu⸗ melden, ſagte er mit kalter Ruhe zu Fredersdorf.
Hat Se. Majeſtät Sie zur Audienz befohlen? fragte Fredersdorf nachläſſig.
Der König hat mich nicht befohlen, aber ich bin gekommen, um in wichtigen Geſchäftsangelegenheiten den König zu ſprechen. Sagen Sie das Sr. Ma⸗ jeſtät.
Fredersdorf ging in das anſtoßende Kabinet, in welchem der König ſich befand. Mit einem trium⸗ phirenden, boshaften Blick auf den Finanzminiſter kehrte er zurück.
Der König läßt Ihnen ſagen, wenn er mit Ihnen ſprechen wollte, würde er Sie rufen laſſen! Das ſind die eigenen Worte des Königs*)! Richten Sie Sich alſo künftig darnach.
Das Antlitz des Miniſters blieb vollkommen kalt
*) König. Hiſtoriſche Schilderung de. Theil V. Band 2.— g. 9.


