dem König Millionen ausſtreuen, ſein, immer neue einzuſammeln.
Und hoffentlich werden einige Tropfen dieſes Gold⸗ regens immer auch in meine Kaſſe fallen, ſeufzte Pöll⸗ nitz. Ich bin deſſen gar ſehr benöthigt und harre des Goldregens mit einer heißeren Ungeduld als nur jemals die Danae es vermochte. Meine Finanzen ſind ſehr zerrüttet und mein Hauswirth droht ſchon, mir mein Mobiliar und meine wenigen Koſtbarkeiten zu verkaufen, weil ich ihm ſeit einem Nähr den Mieths⸗ zins nicht zahlte. Sie ſehen alſo, daß es für mich eine Art Nothwendigkeit iſt, das Hans in der Jäger⸗ ſtraße zu bekommen, auch habe ich ſo feſt darauf ge⸗ rechnet, daß ich bereits einige Hypotheken darauf auf⸗ genommen und mir von edlen gläubigen Seelen, welche überzeugt ſind, daß dieſes Haus mir ſchon gehört, einige Tauſend Thaler geliehen habe.
Sie werden dieſes Haus haben, ſagte Fredersdorf zuverſichtlich. Der König wird es Ihnen geben als Belohnung für die Pläne und Entwürfe, die Sie für den neuen Haushalt des Königs gemacht haben.
Sie haben ihm alſo dieſe Entwürfe ſchon mit⸗ getheilt?
Der König hat ſie bereits Alle geleſen und iſt mit ihnen zufrieden. Die Papiere liegen in ſeinem Ka⸗ binet und bedürfen nur noch der Königlichen Unter⸗ ſchrift.
Ah, wären ſie doch erſt unterzeichnet, ſagte Pöllnitz lächelnd. Welch' ein himmliſches Leben aus Tauſend und Eine Nacht wird dann hier beginnen und wie wird dann ganz Enropa ſtaunen über die Pracht und 4 Herrlichkeit, die wir hier entwickeln werden.— wie wird der Finanzminiſter Boden ſich ärgern, 3 weicher mit dem verſtorbenen Könige Mil⸗
ich werde bemüht


