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die Straßen zu gehen, dennoch waren ſeine Augen von Thränen verdunkelt, als er eines Tages an ſei⸗
nem Hauſe vorübergehend, die Pforten geöffnet ſah,
als er wieder wie ſonſt die Equipagen vor ſeiner Thür erblickte, und die vornehmen und reichen Leute
mit den kalten, theilnahmloſen Geſichtern ſah, welche
wie in frühern Tagen in dieſes Haus eintraten. Sonſt waren ſie zu Gotzkowsky's glänzenden Diners gekommen, heute kamen ſie zur Auction. Die Fauteuils und ſammetnen Divans, die Fuß⸗ teppiche und goldgeſtickten Vorhänge, die Kronleuchter von Bergcryſtall und Bronce, die Gemälde und Sta⸗ tuen, und das ſilberne Tafelgeſchirr, und die koſtbaren Porzellanſervice, alles dies ward jetzt feil geboten. Es iſt etwas Trauriges, Herzerſchütterndes um eine Auction, es zeigt immer den Verfall und Bruch irgend eines Menſchenlebens, eines Familienglückes, es ſind immer die Trümmer einer eingeſtürzten Exi⸗ ſtenz, die traurigen Reſte eines vielleicht einſt ſehr glänzenden Schickſals. An ſolchem Tage der Auction giebt es keine Häuslichkeit, und kein verſchwiegenes Familienleben mehr, die Häuslichkeit hat aufgehört eine Stätte des Friedens zu ſein, und die heiligen Götter des Heerdes verhüllen tief trauernd ihr Haupt.
Da werden die Pforten geöffnet, und die ſchau⸗ luſtige Menge ſtürmt herein, und ſpäht mit kaltem
Auge in jeden Winkel und in jedes Gemach, und prüft den Divan, auf welchem vielleicht geſtern noch eine arme ſchöne Wittwe geweint hat um den ver⸗


