Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 3. Band (1858)
Entstehung
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Und hoch aufgerichtet, geſtützt auf ſeine Kinder, durchſchritt Gotzkowsky das Gemach. Niemand wagte ihn aufzuhalten. Scham und Reue, Wuth und Schrecken hielt ſie Alle wie gebannt.

Laßt uns fort, laßt uns fort, ſagte Gotzkowsky zu Eliſe und Bertram. Mir graut vor dieſem Hauſe und dieſer Glanz widert mich an.

Ja, laß uns fort, mein Vater, flüſterte Eliſe, ihren Arm um ihres Vaters Nacken legend.

Sie traten hinaus auf die Straße.

Wie erquicklich deuchte ihn die freie Luft, wie köſtlich mild ſchaute der ſtille blaue Himmel zu ihnen

nieder.

Gotzkowsky ſchaute zu ihm empor, er ſah nicht die Schaar von Menſchen, welche vor ſeiner Thür ſtand, oder vielleicht wollte er ſie nicht ſehen, weil er ſie nur für einen Theil des müßigen, neugierigen Pöbels hielt, der dem Unglück überall nachzieht und ſich aus dem Jammer ein Schauſpiel für ſeine Lange⸗ weile bereitet.. 4

Aber diesmal hatte Gotzkowsky ſich geirrt. Es waren freilich nur arme Leute, welche da auf der Straße ſtanden. Aber ihre Geſichter waren theil⸗

nahmsvoll und ihre Blicke waren trübe. Sie hatten

von dem Unglück Gotzkowsky's gehört und waren herbei geeilt, aber nicht aus Neugierde, ſondern aus

Theilnahme. Es waren die armen Fabrikarbeiter,

denen Gotzkowsky Wohlthäter, Freund und Rathgeber

geweſen, es waren die Armen, welche er unterſtützt