Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 3. Band (1858)
Entstehung
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nur ein Fürſt iſt, weil er einer Kaiſerin Günſt⸗ ling war.

Sie wandte ſich ab und wollte das Zimmer ver⸗ laſſen, aber Feodor hielt ſie zurück. Für ihn gab es jetzt keine Rückſicht und kein Verbergen mehr. Er fühlte nur, daß er grenzenlos unglücklich, daß er um alle ſeine Lebenshoffnungen betrogen ſei.

Eliſe, ſagte er mit jenem weichen, ſchmerzvollen Ton, der ſonſt ihr Herz bezaubert hatte, ich kam zu Dir, daß Du mich retten ſollteſt, Du aber ſtößeſt mich in den Abgrund! Wie ein Ertrinkender ſtreckte ich die Hand zu Dir empor, und in Deinen Armen wollte ich geneſen zu einem neuen Daſein! Aber das Schickſal iſt gerecht! Es ſchleudert mich erbar⸗ mungslos von dieſer Friedensſtätte zurück, und ich muß und werde untergehen! Nun wohl, ſo mögen denn die Wogen dieſes Lebens über mir zuſammen⸗ ſchlagen, aber mein letzter Schrei wird doch Dein Name ſein!

Eliſe fand in ſich den grauſamen Muth, ſeinen pathetiſchen Worten mit einem Lächeln zuzuhören. Sie werden noch nicht Zeit haben, an Ihren Tod zu denken, ſagte ſie mit ſtolzer Ruhe, und indem ſie ſich an ihren Vater wandte, fuhr ſie fort: Mein Geſchäft mit dieſem Herrn iſt vollendet. Beginne Du Deine Geſchäfte, mein Vater!

Sie reichte Bertram die Hand dar, und ohne Feodor nur noch eines Blickes zu würdigen, verließ ſie mit ihrem Verlobten das Zimmer.