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ſie ihn geliebt, weil ſie an ihn ihre erſte Jugend, ihre erſte Liebe und ihr erſtes Glück verloren hatte, weil er ſie betrogen hatte um den Frieden ihrer Seele und die Unſchuld ihres Herzens, und weil ſie nicht einmal das Recht behalten, ihre verlorene Liebe zu beweinen, ſondern ſich erröthend und ſchamvoll von ihr abwenden mußte.
Feodor näherte ſich ihr mit dem ganzen Ausdruck des Triumphes und der Freude, und indem er ſich tief vor ihrem Vater verneigte, ſagte er mit einem unnachahmlichen Lächeln: Ich komme, meine Braut zu holen und mir Eliſe von ihrem Vater zu erbitten!
Er reichte Eliſen ſeine Hand dar und ſah ſie mit freudeſtrahlenden Augen an. Aber die ihren blieben ruhig und kalt und ihre Stimme zitterte nicht. Hier
iſt die Braut, ſagte ſie, aber nicht die Ihre, Fürſt
Feodor von Stratimojeff!
Und indem ſie Bertram ihre Hand darreichte, fuhr ſie fort: Dies iſt mein Gemahl! Er hat mich heute zum dritten Male errettet, von Ihnen errettet!
Fürſt Feodor fühlte ſich vernichtet, und wie von einem elektriſchen Schlage getroffen, taumelte er zurück.
Eliſe, ſo lohnſt Du meine Liebe? fragte er nach einer Pauſe ſchmerzvoll. Das iſt die Treue, welche Du mir gelobt?
Sie trat näher zu ihm hin und ſagte leiſe: Ich habe meinem Feodor ein treues Herz bewahrt, aber er hat es an den Fürſten Stratimojeff abgetreten! Eliſe iſt zu ſtolz, des Mannes Weib zu ſein, der


