XVI. Vergeltung.
Die feſtgeſetzte Stunde war gekommen, und in vollem Glanz ſeiner reichen Uniform, geſchmückt mit den von Brillanten flimmernden Orden, welche ihm die Gunſt zweier Kaiſerinnen verliehen, betrat der Fürſt Feodor von Stratimojeff das Haus Gotz⸗ kowsky's.
Mit ſiegesſtolzen Schritten ging er die Stiegen hinauf zu dem Zimmer ſeiner 2 Braut. Das Ziel war alſö endlich erreicht. Dies ſo ſchöne, ſo liebliche und ſo reiche Mädchen ſollte ſenn endlich ſein Weib wer⸗ den, er konnte dem Hof in Petersburg ſeine reizende Gemahlin zeigen und mit ihrer Schönheit, ihrer Ju⸗ gend und ſeinem Liebesglück Rache nehmen an der wankelmüthigen Kaiſerin.
Das waren ſeine Gedanken, als er die Thüre öffnete und in Eliſens Zimmer trat.
Da ſtand ſie in dem weißen Brautgewande, ſo zart und ſchlank und rein wie eine Lilie anzuſchauen,


