Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 3. Band (1858)
Entstehung
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Vorhang ein wenig, um ihren Vater beobachten zu können.

Gotzkowsky war wieder zu der Etagsère getreten.. Er nahm den ſilbernen Eichenkranz, die Burgerkrone, welche ihm einſt die Stadt Berlin geſchenkt, und betrachtete ſie ſinnend und mit einem bittern, unheim⸗ lichen Lächeln. 3

Ich habe ſie verdient, ſagte er halblaut, ich nehme ſie mit in mein Grab. Mit dieſem Lorbeerkranz ge⸗ ſchmückt, ſollen ſie meine Leiche finden, und wenn ſich dann die Menſchen beſchämt abwenden, dann wird der Bankbrüchige, der Banquerotteur Johann Gotz⸗ kowsky den letzten Triumph über die entartete Welt feiern.

Und halb wie im Traum und im Fieberwahnſinn der Schmerzen ſetzte er ſich den Kranz auf das Haupt. S

Dann ſtand er einen Augenblick ſinnend und ge⸗

ſenkten Hauptes da.

Ein wunderbares Bild war es, dieſe ſtolze, hohe Geſtalt zu ſehen, dieſes bleiche, zuckende Antlitz, ge⸗ ſchmückt mit dem ſilbernen Kranze, und ihm gegen⸗ über, durch die Vorhänge hindurch ſchauend, das bleiche, ſchreckensvolle Antlitz ſeiner Tochter, deren glühende Augen mit lauerndem Ausdruck auf ihren Vater gerichtet waren..

Jetzt griff Gotzkowsky nach dem ſilbernen Becher. Jetzt hob er ihn empor, ſchon berührte er faſt ſeine Lippen—