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Grab, ohne der Welt mit ſeiner Leichenhand noch einmal ihre Schlechtigkeit und Erbärmlichkeit gezeigt zu haben.
Sein Tod ſollte zugleich ein Denkmal ihrer Schande und ein höhnender Beweis ihrer Undank⸗ barkeit ſein.
Deshalb war er noch einmal in dieſes Zimmer zurückgekehrt.
In demſelben befand ſich die koſtbare Etagsre, auf welcher der ſilberne Becher ſtand, den ihm einſt der hohe Rath von Leipzig als Zeichen ſeiner Dank⸗ barkeit gegeben. Aus dieſem Becher wollte er ſich den Tod trinken.
Er nahm ihn und ſchüttete in denſelben ein klei⸗ nes weißes Pulver, das ſo unſchuldig und luftig, und doch ſtark genug war, ihn mit bleierner Schwere hinabzuziehen in das Grab.
Dann griff er nach der Waſſerflaſche und ſchüt⸗ tete Waſſer auf das Pulver.
Der Trank war vollendet, Gotzkowsky hatte nichts weiter zu thun, als ihn an die Lippen zu ſetzen, um ſich ewige Ruhe und ewige Vergeſ ſſenheit zu trinken.
Eliſe ſah Alles, begriff Alles. 3
Sie hatte die Hände gefaltet und betete, ihre Zähne ſchlugen auf einander, wie im Fieberfroſt, ſie fühlte und wußte nur, daß ſie ihren Vater erretten oder mit ihm in den Tod gehen mußte und wollte.
Wenn er den Becher emporhebt, ſtürze ich hervor, flüſterte ſie leiſe Bertram zu, und ſie öffnete den


