Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 3. Band (1858)
Entstehung
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mehr hatte und in dem er ſein höchſtes Kleinod, ſeine Ehre verloren hatte?

De Neufville hatte ganz recht gethan, und nur ein Feigling konnte ſich noch an ein Leben anklam⸗ mern wollen, welches allen Inhalt und allen Stütz⸗ punkt verloren.

Man ſollte nicht hohnlachend auf ihn zeigen, wenn er durch die Straßen gehen würde. Er wollte nicht verurtheilt ſein, es hinter ſich flüſtern zu hören: „Seht da, das iſt Gotzkowsky, der Bankbrüchige, der Banquerotteur!“

Nein, nicht dieſes fürchterliche Wort ſollte jemals ſeine Ohren verletzen und ſeine Seele durchbohren.

Nur einmal noch wollte er durch dieſe Straßen ziehen, welche ihn ſo oft in ſeinem Glanze geſehen, aber nicht arm und nicht als der Kinder Spott, ſon⸗ dern als die Trauerfahne der erlegten Ehre ſollte man ihn begrüßen und vor ihm neigen ſollten ſich Die, welche ihn jetzt höhnten. Nur ſeine Leiche ſollte noch an dieſen Menſchen, welche ſein Herz gebrochen hatten, vorübergehen.

Er war ganz entſchloſſen, dieſes unſelige Daſein abzuſtreifen, eine Welt zu verlaſſen, welche ſich ihm als ein Abgrund der Bosheit und Tücke gezeigt, und befreiten Geiſtes ſich aufzuſchwingen zu den Regionen des Lichtes und der Erkenntniß.

„Mit ſolchen Gedanken betrat er jetzt das Zim⸗ mer, welches für ihn eine„Stätte des Todes“ wer⸗ den ſollte. Aber er wollte nicht hinabſteigen in das