armen zertretenen Menſchen die Hunde dort um jene Schüſſel beneiden, welche für ſie lang entbehrte Lecker⸗ biſſen enthält. Es mag gut ſein, Majeſtät, daß man die Widerſpenſtigen bezwingen und demüthigen will, aber man ſoll in ihnen nicht die Menſchenſeele zer⸗ treten und in dem Ueberwundenen ſoll man noch Gottes Ebenbild verehren.
Der König betrachtete ihn mit lächelndem Erſtau⸗ nen. Will Er mir Lehren geben? fragte er nach einer Pauſe. Nun, ich will's Ihm diesmal vergeben, ich will in Ihm, wie Er ſagt, Gottes Ebenbild und den Beſitzer der Berliner Porzellanfabrik verehren. Aber ſchweige Er von dieſen widerſpenſtigen Leip⸗ zigern. Sie müſſen zahlen. Meine Soldaten können nicht von der Luft leben und meine Kaſſen ſind er⸗ ſchöpft.
Auch ſind die Leipziger gern bereit, zu ihrer Füllung beizutragen, Majeſtät, nur muß die Forderung ihre Kräfte nicht überſteigen.
Woher weiß Er das?
Der Magiſteat und die Kaufmannſchaft von Leip⸗ zig haben ine Deputation zu mir geſandt und mich um meine Vermittelung erſucht.
Er iſt alſo ſchon bekannt als Einer, welcher ſeine
Zunge gut zu gebrauchen weiß und mit ihr fechten geht? Majeſtät, ſagte Gotzkowsky lächelnd, wir folgen dem Beiſpiel unſers Heldenkönigs. Wir wollen Alle⸗ fechten, und wer kein Schwert hat, der bedient ſich ſeiner Zunge. Ich habe in dieſer Zeit viel mit ihr


