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Oh doch, Majeſtät, ſagte Gotzkowsky glühend, ich habe um eine große Gnade zu bitten. Haben Sie Erbarmen mit den armen Einwohnern dieſer Stadt!
Der König runzelte die Stirn und preßte unwillig die Lippen zuſammen. Weiß Er, daß ich es ſtreng verboten habe, mich mit dieſen Leipziger Jeremiaden zu moleſtiren?
Ich weiß es, Majeſtät!
Der König ſah ihn erſtaunt an. Und doch hat Er's gethan?
Ja, Majeſtät, ich habe es gethan, weil ich auf das erhabene und große Herz meines Königs rechnete und weil die Menſchlichkeit mir gebot, ſelbſt Ew. Majeſtät Zorn nicht zu fürchten, wo es galt, der Unterdrückten
ſiich zu erbarmen.
Und da hat Er mich zuvor beſtechen wollen mit Seinen Porzellanſcherben? Ach, Er iſt ein guter Rechenmeiſter, aber diesmal hatte Er ſich doch ver⸗ rechnet! Kein Erbarmen mit dieſen widerſpenſtigen Leipzigern. Sie ſollen dieſe eilfmalhunderttauſend Thaler zahlen, oder—
Oder? fragte Gotzkowsky, als er zauderte.
Der König warf ihm einen zornigen Blick zu. Er iſt ſehr kühn, ſagte er, mich zu unterbrechen. Die Leipziger müſſen zahlen, denn ich bedarf des Geldes für meine Soldaten, und die Leipziger ſind reich, ſie können zahlen!
Sie können es nicht, Majeſtät! Sie können es ſo wenig, als die Stadt Berlin es kann, wenn Ruß⸗


