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ſend Thaler, und ein verdoppeltes Kaufgeld hatte Gotzkowsky das Geheimniß der Porzellanfabrikation an ſich gebracht und den Verfertiger deſſelben an Berlin gefeſſelt.*)
Zu den erſten Verſuchen hatte er in den Hinter⸗ gebäuden ſeines Hauſes die nöthigen Einrichtungen getroffen und die dem Könige überreichten Stücke waren die erſten Proben ſeiner Fabrik geweſen.
Der König hatte ihm mit geſpannter Aufmerk⸗ ſamkeit zugehört, und als Gotzkowsky geendet, nickte er ihm lächelnd zu. Der Marquis d'Argens hat Recht, ſagte er. Ich wünſche mir Selber viel ſolche Bürger, wie Er einer iſt! Es wäre ſehr ſchön, Kö⸗ nig zu ſein, wenn Diejenigen, welche man regierte, alle wahrhafte Menſchen wären, und es ſich der Mühe verlohnte, ihnen ein gütiger Vater und Herr zu ſein! Er hat mir da einen Lieblingswunſch erfüllt, und ich muß Ihm ſagen, ich glaube nicht, daß Er die Por⸗ zellanfabrik lange Sein Eigen nennen wird. Ich denke, ſie wird bald eine Königliche Fabrik werden.
Ich habe ſie angelegt für Ew. Majeſtät.
Gut, gut! Er hat mir eine Freude gemacht, ich will Ihm auch eine machen! Bitte Er ſich eine Gnade aus! Er ſchweigt? Weiß Er nichts zu bitten?
*) Gotzkowsky zahlte für dies Geheimniß zehntauſend Thaler baares Geld, und für die Lebensdauer des Er⸗ finders demſelben eine Jahresrente von tauſend Thalern nebſt freier Wohnung und Holz. Siehe: Lebensgeſchichte eines patriotiſchen Kaufmanns. S. 87.


