Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 3. Band (1858)
Entstehung
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Seh Er einmal, ob Ihm das gefällt, ſagte er freundlich. Man kennt Ihn ja auch als einen kunſt⸗ verſtändigen Mann, und Er hat mir bewieſen, daß Er Etwas verſteht von der Malerei. Schau er ein⸗ mal dies an und ſage Er, ob es Ihm gut dünkt?

Und er reichte Gotzkowsky mit einem freundlichen Neigen des Kopfes das Papier dar, an welchem er bis jetzt gearbeitet hatte.

Was war es, was der König mit ſeinem Crayon auf das Papier gezeichnet? War es wirklich, wie ſeine tapfern Generäle wünſchten, ein Plan zu einer bald zu ſchlagenden Schlacht, war es eine philoſophiſche Abhandlung, eine dieſer geiſtreichen und pikanten Epiſteln, mit denen der König ſeine Freunde beglückte? Nichts von dem Allen!

Ein Blumenbouquet! rief Gotzkowsky, indem er mit unverhohlenem Erſtaunen bald das Papier, bald den König anblickte. Ew. Majeſtät zeichnen einen Blumenſtrauß und draußen haben die Herren mir anvertraut, daß Se. Majeſtät ſich vermuthlich mit einem Schlachtplan beſchäftige und daß die Oeſter⸗ reicher im Anzug wären.

Unſinn! ſagte der König achſelzuckend. Das wilde Volk da draußen will immer Krieg und immer drein hauen. Hör' Er nicht auf ſie und ſag' er mir lieber, ob Ihm dieſe Zeichnung gefällt? Meint Er, daß dieſe Roſen, mit Lilien untermiſcht, ſich gut ausnehmen werden? Ah, ich ſehe, Er will wiſſen, wozu es beſtimmt iſt? Nun, zu einem Porzellanſervice, das