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ich für den Marquis d'Argens hier malen laſſen will.
Und als er jetzt Gotzkowsky's Blicken begegnete, fuhr der König mit einem anmuthigen Lächeln fort: Ja, ſieht Er, Er iſt reich, Er kann andere Geſchenke machen. Aber der König von Preußen iſt ein armer Mann, er beſitzt nur noch den Rock, den Degen und Porzellan!*) Und das, fügte der König mit einem leiſen Stirnrunzeln hinzu, das mu ich mir auch noch aus Meißen holen.
Das ſollt Ihr künftig nicht mehr nöthig haben, Majeſtät! rief Gotzkowsky. Will's Gott, ſo ſoll Ew. Majeſtät Ihr Porzellan in Ihren eigenen Landen
prodnciren.
Will Er dafür einſtehen? fragte der König gütig. Will Er's beſorgen?
Ich will es.
Und hör' Er, Er iſt ganz der Mann dazu, ſeinen Willen durchzuſetzen, ſagte der König. Ich bin ſehr mit Ihm zufrieden, Er hat das Vertrauen, das ich ſchon als Kronprinz in Ihn geſetzt, gerechtfertigt und das Wort gelöſt, welches Er mir damals gab.
Ich ſchwur Ew. Majeſtät, dem Vaterlande mit Gut und Blut treu zu ſein, rief Gotzkowsky mit edlem Feuer.
Und Er hat Wort gehalten! Es iſt nicht ſchwer,
*) Des Königs eigene Worte. Siehe die Lettres in- édites etc. S. 124.


