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Sie richtete ſich empor, und ihre Wangen glühten und ihre Augen ſchoſſen Blitze.
Das iſt eine Lüge, rief ſie, eine elende Erfindung, welche man erſonnen hat, um mich von Feodor zu trennen. Oh, ich durchſchaue jetzt Alles. Ich ver⸗ ſtehe jetzt meines Vaters feierliche Betheuerungen, und weshalb Bertram es war, der Sie zu mir führte. Aber Ihr ſollt Euch Alle in mir geirrt haben. Gehen Sie hin, Frau Gräfin, und ſagen Sie Ihren Freun⸗ den: Eliſe opfert Alles und giebt Alles hin für Ihn, den ſie liebt und an den ſie glaubt, ob auch die
ganze Welt gegen ihn zeugt!
Und mit einem triumphirenden Lächeln das Haupt zurückwerfend, ſtand ſie auf und wollte das Zim⸗ mer verlaſſen.
Die Gräfin zuckte faſt mitleidig die Achſeln.
Sie glauben mir alſo nicht, ſagte ſie. Aber wer⸗ den Sie auch an dieſes Zeugniß hier nicht glauben? Sie zog einen Brief aus ihrem Buſen hervor und reichte ihn Eliſen dar.
Es iſt Feodor's Handſchrift, rief das junge Mäd⸗ chen entſetzt, indem ſie den Brief nahm.
Ach, Sie kennen alſo ſchon ſeine Handſchrift, er hat Ihnen alſo auch geſchrieben! ſeufzte Gräfin Lo⸗ doiska. Nun denn, leſen Sie. Es iſt ein Brief, den er mir zu Anfang ſeiner Gefangenſchaft aus Berlin geſchrieben, Leſen Sie!
Ja, ich will ihn leſen, murmelte Eliſe. Dieſe Schriftzüge bohren ſich wie Dolchſpitzen in meine


