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noch unſchuldig! Ich that nie etwas, deſſen ſich mein Vater zu ſchämen hätte! Glaube mir dies, Vater, reiche mir die Hand und ſage: ich glaube an Deine Unſchuld! Ich vertraue Dir auch ohne Beweis!
Sie ſank auf ihre Knie nieder, und hob ihre Arme flehend zu ihrem Vater empor, während glühende Thränen aus ihren Augen niederſtürzten.
Gotzkowsky ſah ſie lange und ſchweigend an, und die Thränen ſeines Kindes erweichten ſein Vaterherz.
Ob ich ihr Unrecht that? fragte er ſich leiſe, indem er ſinnend in ihr weinendes Antlitz ſtarrte. Ob ſie wirklich unſchuldig iſt?
Verſuchen wir's! ſagte er dann nach einer Pauſe, indem er ſeine Hände feſt an ſeine glühende Stirne drückte. Als er die Hände wieder herabgleiten ließ, war ſein Antlitz ruhig und klar, und keine Spur des frühern Zornes war mehr ſichthar.
Ich will Dir glauben, ſagte er. Komm, Eliſe! Da iſt meine Hand!
Eliſe ſtieß einen Freudenſchrei aus; ſie flog von ihren Knien empor ihrem Vater entgegen, und drückte ihre brennenden Lippen auf ſeine dargereichte Hand.
Mein Vater, ich danke Dir! Ich werde Dir ewig danken, ſagte ſie zärtlich.
Gotzkowsky hielt ihre Hand feſt in der ſeinen, und während er alsdann zu ihr ſprach, näherte er ſich,
anſcheinend zufällig, immer mehr jener von Gliſen ſo kühn vertheidigten Thür.
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