Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 1. Band (1858)
Entstehung
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Er führte den Bombardier zu der Thür nach Eli⸗ ſens Zimmer.

Aber vor dieſer Thür hatte ſich Eliſe mit glühen⸗ den Wangen und blitzenden Augen aufgerichtet. Die Gefahr ihres Geliebten verlieh ihr jetzt Muth und Entſchloſſenheit und ließ ſie ſelbſt dem Zorn ihres Vaters muthvoll entgegen treten.

Nicht da hinein, Vater! ſagte ſie faſt gebieteriſch, nicht in mein Zimmer!

Gotzkowsky trat erſtaunt einen Schritt zurück und ſah ſeine Tochter an.

Wie, fragte er, Du wehrſt mir den Eingang?

Im großen Saal hinter dem Madonnenbild iſt ein ähnliches Verſteck, führt ihn dahin, ſagte Eliſe athemlos.

Gotzkowsky erwiderte nichts, er ſchaute nur ſtarr und mit durchbohrendem Blick in das Antlitz Eliſens. Finſtere und unheilsvolle Ahnungen, die er oft mit Mühe zurückgedrängt, wurden wieder wach in ihm, und erfüllten ihn mit einem zornigen, verzweiflungs⸗ vollen Schmerz. Gleich dem Virginius des Alter⸗ thums würde er es vorgezogen haben, ſeine Tochter zu tödten, ehe er ſie den Armen des verhaßten Fein⸗ des überliefert hätte.

Und weshalb ſoll er dorthin und nicht hier blei⸗ ben? fragte er endlich mühſam.

Bedenke, Vater! ſtammelte ſie erröthend, es it mein Schlafzimmer, ich— Sie verſtummio, als ſie plötzlich dem Blicke ihres