Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 1. Band (1858)
Entstehung
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mein Sohn, es wird ihnen doch an den Ducaten ſo⸗ wohl, wie an Deinem Kopf fehlen, und Berlin wird ihnen weder das Eine, noch das Andere geben. Muͤſ⸗ ſen wir das Geld zahlen, ſo bekommt es der Ruſſe, und Deinen Kopf, nun, den werde ich mit meinem Leben bezahlen, wenn es ſein muß! Du haſt gekämpft wie ein Löwe, und wie Löwen wollen wir Dich ver⸗ theidigen!

Was hat es mir geholfen, zu kämpfen, ſagte der Bombardier mit traurigem Achſelzucken. Es iſt den Feinden doch gelungen, in die Stadt zu dringen, und ihre Wuth iſt fürchterlich! Sie haben geſchworen, mich zu tödten! Aber Ihr werdet mich nicht ausliefern und kämen ſie hierher und fänden mich, dann habt Er⸗ barmen, tödtet mich, aber liefert mich dem Feinde nicht aus!

Um Euch zu tödten, müſſen ſie zuvor uns Beide tödten! rief Bertram, dem tapfern Kanoniern die Hand darreichend. Nicht wahr, Vater Gotzkowsky, wir ver⸗ bergen ihn in Eurem Hauſe?

Und zwar ſo ſicher, daß Niemand im Stande ſein ſoll, ihn aufzufinden! ſagte Gotzkowsky freudig, in⸗ dem er des Soldaten Hand ergriff und ihn empor zog. Folgt mir, mein Sohn. In dem Zimmer mei⸗ ner Tochter iſt ein ſicheres Verſteck. Der Wand⸗ ſpiegel bildet eine verborgene Thür, hinter welcher ſich ein Raum befindet, grade groß genug, um einen Menſchen dahinter zu verbergen. Kommt!

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