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genüber, in ihr helles, klares Auge ſehend, vergaß er ſeiner finſteren Entſchlüſſe, und ſeiner traurigen Zwei⸗ fel, und Eliſe ward ihm wieder der Engel der Un⸗ ſchuld und Reinheit, die Heilige, zu der er betete und deren ſanfte Blicke ihm Vergebung ſpendeten!
Die unſchuldigen und reinen Blicke dieſes jungen Mädchens, welches ſo vertrauensvoll ſich an ſeine Bruſt ſchmiegte, rührten ihn und ließen ihn faſt er⸗ röthen über ſich ſelbſt, und ſeine wilden und toll⸗ kühnen Wünſche. Schweigend und in ſich gekehrt
ſaß er jetzt neben ihr, aber ſie las in ſeinen Blicken,
in ſeinem Lächeln, daß er ſie liebe! Was bedurfte es für ſie weiter der Worte!
Sie hob ihr Haupt von ſeiner Bruſt empor, und ſchaute ihn lange an, und ihr Antlitz nahm einen ſtrahlenden, ſeligen Ausdruck an.
Oh, ſagte ſie, ich nannte mich arm und ich habe Dich! Nein, Feodor, ſeit ich Dich kenne, bin ich nicht mehr arm! Aber ich war es, und dies, mein Freund, iſt die Entſchuldigung meiner Liebe! Ich ſtand in dieſem kalten Glanz des Goldes wie in einem Zauberſchloß und Alles war todt um mich her, denn der Zauber hielt alles Leben in mir erſtarrt, und mir ſelber fehlte das rechte Wort, dieſen Zauber zu löſen! Da kamſt Du, und mit Dir kam die Liebe! Das rechte Wort war gefunden, und ein glühendes Leben erwachte in mir, vor dem aller Glanz des Goldes in Staub zerfällt! Jetzt war ich reich, denn ich liebte, jetzt bin ich reich, denn Du liebſt mich!


