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ſem Gefühl der gekränkten Tochter, deren heimliche Schmerzen ſie heute zum erſten Male ihrem Gelieb⸗ ten klagte.
Als ſie dann ſchwieg, legte ſie ihren Arm feſt um Feodors Schultern, und ſchmiegte ſich inniger an ihn, als wolle ſie an ſeinem Herzen Schutz ſuchen gegen alles Leid und alle Schmerzen.
Wie eine matte, gebrochene Blume lag ſie an ſeinem Buſen und mit einem ſtolzen, leidenſchaftlichen Aus⸗ druck blickte Feodor zu ihr nieder.
In dieſer Stunde wollte er ihr Herz prüfen und ſehen, ob er wirklich allein Herr über daſſelbe ſei. Deshalb war er gekommen, deshalb hatte er das Wag⸗ niß dieſer Zuſammenkunft unternommen. Sie ſollte ihm in dieſer Stunde folgen und ſich ihm unterwer⸗ fen in Liebe und Demuth! Die lange Trennung von ihr, das wüſte Kriegsleben hatte dieſe letzten Blüthen zarter und ſchüchterner Neigung in ſeinem Herzen zertreten, und er verſpottete ſich jetzt ſelber um ſeiner keuſchen, anbetenden und ſchüchternen Liebe willen. Das Mißtrauen hatte wieder Gewalt über ihn gewonnen, und der Zweifel hatte ſich wie Mehl⸗ thau auch über dies letzte ſeiner Ideale ausgebreitet! Eliſe war ihm nur noch ein Weib, wie alle Anderen; ſie war ſein Eigenthum, und als ſein Eigenthum wollte er über ſie herrſchen.
Aber es lag dennoch etwas in ihrer zarten, jung⸗ fräulichen Erſcheinung, welches ihn wider ſeinen Willen beherrſchte, und gewiſſermaßen umwandelte. Ihr ge⸗


