Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 1. Band (1858)
Entstehung
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entziehen, aber ich laff e Sie nicht, Eliſe, ich will Ihr Herz zwingen, ſich mir zu offenbaren, ich will Sie mit meiner Angſt, mit meiner zärtlichen Sorge rühren, daß dieſe ſtarre Rinde von Ihrem ſonſt ſo weichen, ſo ſchönen Herzen abfällt, und Sie wieder meine of⸗ fene und vertrauensvolle? Schweſter werden! Oh Eliſe, haben Sie Erbarmen mit mir, ſagen Sie mir, welch ein geheimnißvoller, räthſelhafter Zauber Sie plötzlich ergriffen, welcher böſe, unheilvolle Dämon plötzlich aus dieſem heitern, unbefangenen Mädchen ein blei⸗ ches, ſchwermuthsvolles, ernſtes Weib gemacht hat! Haben Sie den Muth, ſich mir anzuvertrauen, und mich, wie einſt in ſchöneren Tagen, in Ihrer Seele leſen zu laſſen!

Eliſe blickte mit einer tiefen, ſchmerzlichen Rüh⸗ rung in ſein edles Angeſicht, und ſeinen fragend auf ſie gerichteten Blicken begegnete ſie mit vollem klarem Auge.

Wohlan, ſagte Sie, Bertram, ich will Ihnen ver⸗ trauen. Ich will Ihnen ſagen, was noch keines Men⸗ ſchen Ohr von mir vernommen hat. Sie ſollen es wiſſen, daß auch mein Herz dieſe Schmerzen empfin⸗ det, welche das Ihrige bewegen, Sie ſollen es wiſſen, daß eine heiße hoffnungsloſe Liebe meine Seele durch⸗ glüht.

Eine hoffnungsloſe Liebe? fragte Bertram.

Ja, hoffnungslos, ſagte ſie feſt, denn niemals wird mein Vater ſeinen Segen zu dieſer be geben