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jedes Jahr, dadurch gefeiert, daß ich meinen Arbeitern
ein Feſt gebe, und ein armes Brautpaar ausſtatte, das
ſich an dieſem Tage trauen läßt. Ihre Gebete und ihre
Thränen ſind das ſchönſte Dankopfer für Dich, meine 3
Tochter, und indem ſie glücklich ſind, ſegnen ſie Dich, die
Spenderin ihres Glückes. Aber wie, Du haſt dieſes Etui
noch nicht geöffnet? Gleichſt Du denn ſo wenig andern Mädchen, daß Diamanten Dir keine Freude machen?
Eliſe öffnete das Etui und betrachtete das Ge⸗ ſchmeide mit müden Blicken und kaum verhehlter Gleichgültigkeit. Wie wunderbar das ſtrahlt und fun⸗ kelt, ſagte ſie gedankenvoll, und wie viel lockende Ver⸗ heißungen man aus dieſem Farbenglanz ſich heraus⸗ deuten könnte! Aber das iſt ja ein fürſtliches Ge⸗ ſchenk, mein Vater! Ihre arme Eliſe iſt nicht würdig, dieſes Diadem und dieſes Collier zu tragen!
Oh Du biſt es werth, eine Krone zu tragen! rief ihr Vater mit zärtlichem Stolz, und glaube mir, mein Kind, es hinge am Ende nur von Dir oder mir ab, in dieſes ſchöne Haar eine Grafenkrone, oder gar ein Fürſtendiadem zu flechten. Und dies, mein Kind, iſt es, was mich veranlaßt, heute zu Dir zu kommen! 4
Alſo ein Geſchäft, flüſterte ſie kaum hörbar, indem ein bitteres Lächeln ihre Züge durchflog. Gotzkowsky fuhr fort: Der junge Graf Saldern hat geſtern bei mir um Deine Hand geworben! Graf Saldern? fragte Eliſe. Ich kenne ihn kaum, und habe ihn erſt zwei Mal in dem Salon der Gräfin Hertzberg geſprochen.
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