Teil eines Werkes 
4. (Supplement-) Abtheilung, Johann Gotzkowsky oder Friedrich der Große und sein Kaufmann : historischer Roman : 1. Band (1858)
Entstehung
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Das hindert aber nicht, daß er Dich glühend liebt, ſagte Gotzkowsky mit kaum merklicher Ironie. Ja, Eliſe, er liebt Dich ſo glühend, daß er die Standesrückſichten überwinden und Dich zu einer rechtmäßigen Gräfin machen will, wen ich ihm ver⸗ ſpreche, Dir mindeſtens eine halbe Million zur Mit⸗ gift auszuſetzen!

Eliſens ſo bleiches Antlitz bekam plötzlich Farbe und Leben. Sie richtete ſich höher empor und warf ſtolz ihr Haupt zurück.

Sie wollen mich alſo verhandeln, mein Vater? ſagte ſie. Sie wollen dieſer gräflichen Null einige Bedeutſamkeit verleihen, indem Sie ihr eine halbe Million ſchenken, und der Herr Graf will ſo gütig ſein, dafür dieſe kleine unbedeutende Beilage meiner Perſon mit in den Kauf zu nehmen?

Ihr Vater ſchaute mit freudeſtrahlenden Augen in das flammende Antlitz ſeiner Tochter, aber er un⸗ terdrückte dieſe Regung ſchnell und nalat wieder eine ernſthafte Miene an. Ja, ſagte er, der liebe Graf will für eine halbe Million die Tochter des Fabri⸗ kanten zur Gräfin erheben. Aber für eine ganze Million können wir noch mehr erlangen, und noch höher ſteigen. Wenn ich ſeinem Oheim, dem Fürſten Saldern, eine halbe Million leihe, damit er ſeine verpfändeten Güter einlöſen kann, ſo hat der Herr Fürſt verſprochen, den Neveu, Deinen Freier, dafür zu ſeinem Adoptivſohn zu ernennen. Du würdeſt dann eine Fürſtin werden, Eliſe, und ich würde die