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hätte ich einen großen Prozeß verloren, einen redlichen jüdiſchen Banquier betrogen, und der König, welcher natürlich die Partie des alten Teſtaments nehmen mußte, hätte mich mit ſeiner Ungnade belaſtet; und ich war verloren, und Fréron erzählte lachend, daß ich vor Aerger krank geworden und geſtorben ſei. Statt deſſen bin ich noch am Leben, und der König hat wäh⸗ rend meiner Krankheit ſo viel Güte für mich gehabt, daß ich der undaukbarſte der Menſchen ſein müßte, wenn ich nicht noch einige Monate bei ihm bliebe. Ich war das einzige Thier meiner Race, welches er in ſeinem Schloß zu Berlin logirte, und als er nach Potsdam abreiſte, und ich ihm nicht folgen konnte, ließ er eine Equipage, Köche und alle et caetera da; und ſeine Maulthiere und Pferde brachten ſpäter meine Meubles und Sachen in ein köſtliches Landhaus bei Sansſouci, deſſen Genuß er mir überlaſſen; und außerdem reſervirte er mir eine andere Wohnung in ſeinem Stadtſchloß zu Potsdam, wo ich einen Theil der Woche ſchlafe und bin; und kurz, wenn ich nicht drei⸗ hundert Lieus von Ihnen entfernt wäre, wenn ich Sie nicht ſo zärtlich liebte, und wenn ich ein wenig ge⸗ ſunder wäre, ſo würde ich der glücklichſte der Menſchen ſein. Ich bitte deshalb meine Neider, dieſe kleinen Schöngeiſter, und dieſe Schulfüchſe um Verzeihung, welche jetzt ſchreien werden: Iſt es möglich, daß er zwanzigtauſend Francs jährlicher Penſion hat, während wir nichts haben? Daß er ein goldenes Kreuz an ſeiner Taſche hat, während wir nicht einmal ein Schnupftuch darin haben? Daß er ein großes blaues Kreuz mit Diamanten um ſeinen Hals trägt, während wir ihn erwürgen wollen? Sie wiſſen nicht, dieſe Elenden, daß weder das Kreuz noch der Schlüſſel, noch die Penſion mich rühren, daß ich dies Alles ohne


