Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 4. Band (1857)
Entstehung
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Intriguen.

Voltaire war ſeinem Plan vollkommen treu geblie⸗ ben, er hatte ſeinen Aufenthalt in Preußen, und die Gunſt in welcher er beim König ſtand, dazu benutzt, um ſein Vermögen zu bereichern, und allen denen möglichſt zu ſchaden, welchen der König noch außer ihm ſeine Neigung zugewendet hatte.

Seine Reichthümer hatte er nicht allein dadurch vermehrt, daß er möglichſt knauſerte und ſparte, und ſo ſeine hohe Penſion capitaliſirte, ſondern auch noch beſonders durch jene Speculationen mit ſächſiſchen Steuerbillets, für welche er anfangs die Vermittelung des Juden Hirſch beanſpruchte. Wir haben geſehen, wie er denſelben nach Dresden ſandte, um ihm für achtzehntauſend Thaler Kaſſenſcheine einzukaufen, und ihm drei von ihm a tirte Wechſel gab. Der eine derſelben war auf de aannten Banquier Ephraim, der ſpäter der Münzj genannt zu werden pflegte. Dadurch erfuhr Ephraim von der Speculation Vol⸗ taire's und als ſchlauer Handelsmann ſeinen Vortheil berechnend, begab er ſich zu Voltaire, dem er den Vorſchlag machte, er wollte ihm für zwanzigtauſend Thaler ſächſiſche Steuerſcheine geben, und erſt dann das Geld dafür empfangen, wenn Voltaire die Valuta dafür aus Dresden bezogen hätte. Die einzigen Pro⸗ cente, welche er verlangte, waren die Wohlgeneigtheit Voltaire's und ſeine Fürſprache beim König. Das war ein zu vortheilhafter Handel, als daß der große franzöſiſche Dichter ihn auszuſchlagen vermocht hätte.