Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 4. Band (1857)
Entstehung
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König aufſtieß, und mit der Barberina an ſeiner Hand in den großen Vorſaal trat.

Da waren die Generale in ihren glänzenden Uni⸗ formen, die hohen Hofbeamten und Cavaliere in ihren goldgeſtickten Gewändern und den brillantenfunkelnden Orden, und Alles neigte ſich ehrfurchtsvoll und tief, und Niemand wagte auf ſeinem Antlitz die Ueber⸗ raſchung und das Erſtaunen zu zeigen, welches Jeder doch empfand.

Der König führte Barberina mitten in den Saal, und indem er dann ihre Hand losließ, ſagte er laut: Madame, ich habe die Ehre, mich Ihnen zu empfeh⸗ len. Ihr Wunſch ſoll erfüllt werden. Ihr Herr Ge⸗ mahl ſoll als Präſident nach Glogau gehen. Ich werde dieſe Ernennung noch heute ausfertigen.

Sein ſtolzer und kühner Blick flog im Kreiſe ſeiner Cavaliere ſuchend umher, bis er Herrn von Pöllnitz entdeckt hatte.

Herr Ober⸗Ceremonienmeiſter, ſagte der König, führen Sie die Frau Präſidentin von Cocceji zu ihrem Wagen.

Herr von Pöllnitz ſtürzte hervor, und ſtellte ſich mit einer tiefen Verbeugung an Barberina's Seite.

Der König winkte Barberina noch einmal ſeinen Abſchiedsgruß zu, den ſie mit einer ceremoniellen, der Etiquette gemäßen Verneigung erwiederte. Dann nahm ſie den Arm des Herrn Ober⸗Ceremonienmei⸗ ſters von Pöllnitz, und unter dem Schweigen der gan⸗ dn flünzenden Verſammlung verließ Barberina den

aal.

Der König blickte ihr nach, bis ſie verſchwunden war, dann athmete er hoch auf, und ſich mit einem ſanften Lächeln an ſein Gefolge wendend, ſagte