Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 4. Band (1857)
Entstehung
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Ich danke Ihnen, Sire, und jetzt, leben Sie wohl!

Leben Sie wohl, Barberina!

Er nahm ihre beiden Hände in die ſeinen, und ſah ihr lange in das ſchöne, von himmliſcher Begeiſterung ſtrahlende Angeſicht.

Beide ſprachen ſie kein Wort, ſie nahmen Abſchied von einander mit ihren Blicken, mit dem ſanften, wehmuthsvollen Lächeln, das ihre ſtummen Lippen umſtrahlte.

Leben Sie wohl, Sire, flüſterte Barberina nach langer Pauſe noch einmal, indem ſie ſanft ihre Hände aus denen des Königs zurückzog und auf die Thür zuſchritt.

Der König folgte ihr. Geben Sie mir Ihre Hand, ſagte er, ich gehe mit Ihnen.

Ja, Sie gehen mit mir, wohin ich auch gehe, flüſterte Barberina kaum hörbar.

Der König führte ſie in das anſtoßende Zimmer, in welchem ſich zwei Thüren befanden, die eine, welche auf den Corridor führte, auf welchem ſich die kleine Treppe befand, über welche man zu einer Seiten⸗ pforte des Schloſſes gelangte, die andere, welche in den großen Vorſaal führte, in welchem die Cavaliere und das Gefolge des Königs ſich zu verſammeln pflegten.

Barberina war über die kleine Treppe gekommen, und ſie lenkte jetzt ihre Schritte zu derſelben führenden Thür zu.

Nein, nicht da hinaus, ſagte der König, mein Hof erwartet mich im Vorſaal, denn es iſt die Stunde, in welcher wir zur Parade gehen. Ich will Sie meinem Hofe zeigen.

Barberina dankte ihm mit einem ſüßen Lächeln, folgte ihm ſchweigend zu der andern Thür, welche der