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gen Vorkehrungen und erwarten Sie mich täglich. Sobald ich wieder frei bin, wird unſere Trauung ſein.
Und Barberina traf ihre Vorkehrungen; ſie unter⸗ nahm öfters kleine Reiſen, welche ſie mehrere Tage von Berlin fern hielten, und in Berlin kaufte ſie ſich ein ſchönes und prachtvolles Haus, vielleicht nur, um der Frau Groß⸗Kanzlerin zu beweiſen, daß ſie gar nicht geſonnen ſei, Berlin zu verlaſſen und nach Ita⸗ lien zurückzukehren.
So vergingen einige Monate. Der König, welcher die Bitte des Groß⸗Kanzlers bewilligt und ſeinen Sohn hatte verhaften laſſen, der König konnte indeß nicht darein willigen, daß man einen ſeiner Untertha⸗ nen, ſeiner Beamten in längerer Gefangenſchaft hielt, während man ihn vor keinen Richter ſtellen konnte, weil er durchaus weder gegen den König, noch gegen die Geſetze ſich verſündigt hatte, weil man ihn keines andern Verbrechens zeihen konnte, als daß er das Weib, welches er liebte, auch heirathen wollte.
Man mußte ſich alſo wohl entſchließen, den Geheim⸗ rath von Cocceji wieder von dem Schloſſe Landsberg zu entlaſſen.
Er kehrte wieder nach Berlin zurück, und ſein er⸗ 1 ſter Gang war nicht zu ſeinen Aeltern, ſondern zur Barberina, welche jetzt in ihrem neuen Hauſe in der Behrenſtraße wohnte.
Einige Stunden ſpäter hielt ein Wagen vor der Thür ihres Hauſes, und Barberina mit ihrer Schwe⸗ ſter kamen in Begleitung des Herrn von Cocceji, um 3 den Wagen zu beſteigen, welcher raſch von dannen fuhr.
Wohin waren ſie gefahren? Niemand wußte das.


