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berina nicht weniger glühend, und als ſeine Mutter zu ihm in ſchmähenden und anklagenden Worten über die ſchöne Tänzerin ſprach, erwiderte er mit höflichem Ton, aber mit feſter Entſchiedenheit: daß er ſich ſolche Sprache über eine Dame, welche bald ſeine Gemahlin ſein werde, entſchieden verbitten müſſe.
Die Frau Groß⸗Kanzlerin war außer ſich vor Ent⸗ ſetzen, und jetzt gelang es ihren Ueberredungskünſten und ihren Bitten, ihren Gemahl zu bewegen, daß er zu dem letzten und für die äußerſte Gefahr aufbe⸗
wahrten Mittel ſeine Zuflucht nahm, zu dieſem Ver⸗
haftsbefehl nämlich, den der König ſeinem Groß⸗ Kanzler gegeben hatte, und kraft deſſen er ſeinen Sohn den Zauberbanden der Ariadne entführen und ihn auf das Schloß Alt⸗Landsberg bringen konnte. Man machte alſo von dieſem Verhaftsbefehl Ge⸗ brauch; eines Tages erſchien der Herr Geheimrath von Cocceji nicht wie ſonſt auf dem Kammergericht, und Niemand wußte, wohin er gegangen war. Seine Diener ſagten indeß aus, daß mitten in der Nacht eine Kutſche vor ſeiner Wohnung angefahren ſei, daß der General von Haak mit zwei Soldaten in das
Haus gekommen und ſich zu dem Herrn von Cocceji
in das Zimmer begeben habe, bei dem er längere Zeit geblieben ſei. Dann war der General in Be⸗ gleitung des Geheimraths wieder erſchienen und mit demſelben in die bereitſtehende Kutſche geſtiegen.
Beim Einſteigen aber hatte Herr von Cocceji Ge⸗ legenheit gefunden, ſeinem vertrauten Diener ein Stück⸗ chen Papier in die Hand zu drücken und ihm zuzu⸗ flüſtern: ſchnell an die Signora.
Dieſes Papier, welches der treue Diener ſofort
der Signora Barberina brachte, enthielt nur dieſe Worte: Man verhaftet mich. Treſſen Sie alle nöthi⸗
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