Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 4. Band (1857)
Entstehung
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XI.

Barberina.

Der Beſuch, welchen die ſtolze Frau Groß⸗Kanz⸗ lerin der ſtolzen Tänzerin gemacht, hatte für Barbe⸗ rina's unſchlüſſiges und zauderndes Herz eine endliche Entſcheidung herbeigeführt. Dieſes Herz, welches we⸗ der von dem Flehen des Herrn von Cocceji, noch von ſeinen eigenen Wünſchen bezwungen werden konnte, es war von dem Stolz der Frau Groß⸗Kanzlerin zu einem Entſchluß getrieben worden, und dieſelbe hatte daher gerade das Gegentheil von dem erreicht, was ſie beabſichtigte.

Sie war gekommen, um Barberina zu beweiſen, daß ſie niemals daran denken könne, die Gemahlin ihres Sohnes zu werden, und ſie hatte durch ihr hoch⸗ fahrendes und beleidigendes Weſen Barberina ſo ſehr gereizt, daß ſie jetzt aus Rache thun wollte, was ſie früher der Liebe verweigert hatte. Sie wollte die Ge⸗ mahlin des jungen Herrn von Cocceji werden, und da ſie in ihrem glühenden Zorn das der ſtolzen Frau Groß⸗Kanzlerin in's Geſicht geſchworen hatte, ſo ver⸗ langte nun auch ihr Stolz und ihre Ehre, daß ſie ihren Schwur erfülle..

Von beiden Seiten alſo begann jetzt ein lebhafter Kampf, von beiden Seiten wurde er mit gleicher Er⸗ bitterung, gleicher Energie geführt.—

Der Herr Groß⸗Kanzler mochte immerhin ſeinem

Sohn mit ſeinem Fluch drohen und ihn feierlich vor Gericht enterben, ſein Sohn liebte deshalb die Bar⸗

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