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Ausdruck zum Himmel und ein bauger, angſtvoller Seufzer zitterte von ihren Lippen.
Endlich waren dieſe langen, trüben Abendſtunden überwunden, endlich war die Nacht da. Prinzeſſin Amalie durſte ihre Damen entlaſſen und allein blei⸗ ben. Ihre Kammerfrau brachte die Spiritusflamme, auf welcher das Gefäß mit der dampfenden Mixtur für der Prinzeſſin Augen ſtand.— Amalie hieß ſie daſſelbe hinzuſtellen und ruhig ſchlafen zu gehen. Sie wollte ſich ſelbſt entkleiden, und bevor ſie die Arzenei gebrauche, noch etwas leſen.
Dann umarmte ſie Fräulein von Haak und hieß auch ſie ſich zur Ruhe begeben.
Sie haben mir Ihr Wort gegeben, flüſterte Erne⸗ ſtine leiſe, Sie werden leben?
Ich werde leben, denn Treuck wird meiner eines Tages bedürfen! Gute Nacht!
Sie küßte Erneſtine auf die Stirn und blickte ihr lächelnd nach, bis die Thür ſich hinter ihr ſchloß. Dann ſchob ſie raſch den Riegel vor, und das Ge⸗ mach durchſchreitend, ging ſie zu dem großen Spiegel hin, der ihr hell und deutlich ihr eigenes Bild wie⸗ dergab.
Mit einem ſeltſamen Ausdruck betrachtete ſie ihre eigene ſchöne, jugendvolle, reizende Erſcheinung, und leiſe flüſterten ihre Lippen:
Lebe wohl! Du, welche Trenck geliebt hat, lebe wohl!
Sie grüßte mit einem matten Lächeln ihr Spie⸗ gelbild und dann ging ſie mit feſtem Schritt zu dem Tiſch hin, auf welchem dieſe Mixtur brodelte und ziſchte und ihre gefährlichen Dämpfe emporwirbelte.
Am andern Morgen vernahm man aus dem Schlafzimmer der Prinzeſſin lautes Schreien und
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