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Hauſe unmöglich machen.*) Sire, ich beſchwöre Sie alſo, laſſen Sie keinen Tag länger die Welt glauben, daß Fréron Ihr Correſpondent ſei, ich beſchwöre Euere Majeſtät, entlaſſen Sie ihn aus Ihren Dien⸗ ſten!
Der König antwortete nicht ſogleich. Er ging ge⸗ dankenvoll einige Male auf und ab, dann blieb er vor Voltaire ſtehen, und ſein Auge hatte jetzt einen faſt ſtrengen, zürnenden Ausdruck.
Ich opfere Ihnen Fréron, ſagte er, weil ich nicht den erſten Tag Ihres Hierſeins Ihnen etwas abſchla⸗ gen will. Aber ich wiederhole Ihnen, was ich Ihnen vorher geſagt: ſeien Sie nicht bloß ein großer Dichter, ſondern auch ein guter Menſch!
Voltaire ſchüttelte traurig das Haupt. Sire, ſagte er, in Ihren Augen bin ich kein großer Dichter, ſon⸗ dern nur noch un soleil couchant. Denken Sie an d'Arnaud, meinen Schüler, den ich Ihnen gefandt!
Ah, rief der König lachend, Sie haben alſo mein kleines Gedicht an d'Arnaud ſchon geleſen?
Sire, ich habe es geleſen, und das iſt der zweite Dolchſtoß geweſen, den ich von Ihrer Hand auf dieſer Reiſe empfing, zu welcher mein Herz meinen elenden, ſiechen Körper zwang, weil ich Sie ſehen wollte, bevor ich ſterbe. Ja, ich habe dieſes fürchterliche Gedicht ge⸗ leſen, ich habe dieſe Worte in mein Herz eingebrannt, dieſe grauſamen Worte:
Déja, sans étre téméraire, Prenant votre vol jusqu'aux cieux Vous pouvez égaler Voltaire, Et près de Virgile et d'Homère
*) Voltaire's eigene Worte. Oeuvres. Vol. 58. pag. 312.


