Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 4. Band (1857)
Entstehung
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düter Mann und werde es nicht aus mir ſelber ſchöpfen önnen.

Der König lachte laut. Wahrlich, ſagte er, ich finde es ganz in der Ordnung, daß der größte Frei⸗ geiſt und Dichter ſeines Jahrhunderts in Sorgen iſt um das Licht, welches ihm leuchten ſoll. Rechnen wir alſo für jeden Monat zwölf Pfund Wachslicht, ich denke, das wird genügen, damit es bei Ihnen niemals dunkel werden ſoll. Und was die übrigen kleinen Be⸗ dürfniſſe des Lebens anbelangt, ſo werden Sie die Güte haben, dem Caſtellan des Schloſſes aufzuſchrei⸗ ben, was Sie bedürfen, und es wird Ihnen regel⸗ mäßig am erſten Tage jeden Monats eingeliefert wer⸗ den., Wir ſind alſo einverſtanden? Sie bleiben bei mir?

Ich bleibe bei Ihnen, Sire, nicht um den Kam⸗ merherrntitel und den Orden, nicht um die Penſion, ich bleibe bei Ihnen, Sire, weil ich Sie liebe. Mein Herz opfert Ihnen den Traum meines Lebens, die Reiſe nach Italien. Oh, ich wollte, ich könnte Ihnen noch größere und gefährlichere Opfer bringen, ich wollte, es gäbe ein Mittel, Ihnen meine Liebe, meine Anbetung, meine aufrichtige Bewunderung zu bezei⸗ gen! 1

Der König legte ſanft ſeine Hand auf Voltaire’s Schulter und ſah ihm lange und tief in die Augen. Sein Sie ein ſo guter Menſch, als Sie ein ſo großer Dichter ſind, ſagte er, das iſt das ſchönſte Opfer, was Sie mir darbringen können!

Ah, ich ſehe ſchon, rief Voltaire erglühend, man

hat mich bei Ihnen verläumdet. Euere Majeſtät ha⸗ ben meinen Feinden Ihr Ohr geöffnet und das höl⸗ liſche Gift ihrer Schmähſucht beginnt ſchon in Ihrem

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