Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 4. Band (1857)
Entstehung
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ihre Stimme erheben und ungeſtraft bellen kann, es nicht beſſer iſt, daß Voltaire ſich in eine Höhle ver⸗ kriecht und die Thiere der Wüſſte, welche vielleicht ſeine Verſe als melodiſches Gebrüll anerkennen möchten, ſeine Brüder nennt?

Alſo immer noch der Brauſekopf, der Orlando Fu⸗ rioſo? rief der König lächelnd. Immer noch iſt Ihre Haut ſo weich, daß dieſe Nadelſpitzen der kleinen Kri⸗ tiker Sie verletzen? und ihnen zu Gefallen wollten Sie verſtummen? Wenn Sie ſich von den Muſen ſcheiden laſſen wollten, Freund, wer ſollte dann noch Muth haben, mit ihnen anzubinden! Nein, nein, ahmen Sie nicht dem Gott Abraham's, Iſaak's und Jakob's nach, und ſtrafen Sie die Verbrechen der Vä⸗ ter nicht bis in's dritte und vierte Glied, laſſen Sie das Publikum von heute und von den nächſten Jahr⸗ hunderten nicht entgelten, was einige Kritiker verſchul⸗ det haben! Die Verfolgungen des Neides ſind ein Tribut, den das Verdienſt an die Gewöhnlichkeit zahlt. Wenn einige elende Krititer gegen Sie belfern, ſo den⸗ ken Sie nur nicht, daß die Nationen und die Zukunft von denſelben ſich dupiren laſſen. Ungeachtet der Krit⸗ teleien der ſogenannten Kunſtkenner bewundern wir noch heute die Meiſterwerke Griechenlands und Roms; das Geſchrei des Aeſchines hat den Ruhm des De⸗ moſthenes nicht verdunkelt, und was Lucian auch im⸗ mer ſagen mochte, Cäſar iſt und bleibt einer der größ⸗ ten Männer, den die Menſchheit jemals erzeugt hat. Ich garantire Ihnen dafür, daß Sie nach Ihrem Tode vergöttert werden. Aber ich bitte Sie, beeilen Sie ſich nicht, Gott zu werden, ſondern begnügen Sie ſich vorläufig damit, Ihre Apotheoſe in der Taſche zu ha⸗ ben, und von allen Denen verehrt zu werden, die