Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 4. Band (1857)
Entstehung
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leicht, daß ich mit der Poſt reiſe, und daß ein Titel weniger ſchwer für meine Pferde fortzuſchleppen ſei, als eine Penſion von ſechstauſend Livres. Man hat mich alſo von derſelben erleichtert, und ich komme ohne Penſion zu Euerer Majeſtät. 4

Dieſe Anſpielung war zu deutlich, als daß der König ſie nicht hätte verſtehen müſſen; aber er wollte ſie nicht verſtehen. Nur flog es wie ein Schatten über ſeine Stirn und der leuchtende Ausdruck ſeines Angeſichts trübte ſich ein wenig. Er, welcher Vol⸗ taire ſo gern als eerhabenes Genie anbeten mochte,

fühlte ſich ſchmerzlich davon getroffen, ihm als klein⸗

lichen, berechnenden Menſchen zu begegnen.

Sie ſind alſo in Ungnade bei meinem Bruder Ludwig von Frankreich? fragte er.

Im Gegentheil, Sire, man verſicherte mich der höchſten Gnade, man ging ſogar ſo weit, mich mit einem ebenſo ſchmeichelhaften als erfreulichen Auftrag zu beehren, und wenn es mir Euere Majeſtät erlaubt, möchte ich mich ſogleich deſſelben entledigen.

Thun Sie das, ſagte Friedrich lächelnd, machen Sie es ſich bei mir immer leichter, damit Ihre Schwin⸗ gen Sie deſto höher emportragen. Man hat Sie um Ihre Penſion erleichtert, werfen Sie nun noch Ihren Auftrag zu dem andern Ballaſt hin. 1.

Sire, die Marquiſe von Pompadour hat mir auf⸗ getragen, Euerer Majeſtät die allergehorſamſten und unterthänigſten Grüße zu ſagen, und Euere Majeſtät ihrer größten Ehrerbietung und Devotion zu ver⸗ ſichern. 3

Der König zog ruhig ſeine goldene, mit Brillan⸗ ten beſetzte Tabatiére aus ſeiner Weſtentaſche hervor, und während er langſam eine Priſe nahm und ſeine

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