Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 4. Band (1857)
Entstehung
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8 der Freund, mit einem Wort, wie er ſich gern ſelber 1 nannte der Abt von Sansſonci. Wenn der König ſein Lieblingshaus, ſein Sans⸗

ſouci bezog, ließ er am Fuße dieſes reizenden Hügels, 9. das ſeinem Hauſe als Fundament diente, dieſes ganzee 4 Gefolge von Ehre, Sorge, Herrlichkeit und Kümmer⸗ G

niſſen zurück, das die Könige auf allen Wegen zu be⸗ gleiten pflegt; mit jedem Schritte aufwärts, den er auf den Terraſſen that, erheiterte ſich ſein Antlitz mehr und mehr; er athmete freier und leichter auf, wie Einer, der ſeine Bruſt von einer ſchweren und er⸗ drückenden Laſt befreit fühlt, und aus dem Thale der Sorgen und Mühe ſich emporhebt zu den Bergen, wo die Luft reiner und heiterer, und der Menſch dem Gottesfrieden der Schöpfung näher iſt.

Das war Friedrich wirklich, wenn er dieſe Ter⸗ raſſen emporſtieg, und oben angelangt, begrüßt von der im Sonnenglanz lenchtenden Inſchrift ſeines Hau⸗ 3 ſes, begrüßt von dieſen zwei ſo lakoniſchen und ſo inhaltsreichen WortenSansſouci, fühlte der Kö⸗ nig, daß dieſelben ſich wie ein heiteres Lächeln auf ſein Antlitz niederſenkten, die Falten und Sorgen, welche das Königthum auf ſeine Stirn gepreßt, glätte⸗ ten, ſeinen Mund wie mit dem Kuß eines Freundes

küßten, und ſein Herz, welches zuweilen ſich ſo matt und gelangweilt fühlte, wieder friſcher und kräftiger ſchlagen machte. Dann war er wieder Er ſelber, das heißt der muthige Held, der weiſe, die Menſchen lie⸗ bende Herrſcher, der gerechte König, der liebevolle Menſch, der edle, treue Freund, d iſtvolle, heitere, ſarkaſtiſche Geſellſchafter, der ſich ſten fühlte im Kreiſe einer heitern angeregten und anregſamen Tiſchgeſellſchaft, gleichviel, ob dieſelbe aus Fürſten und hohen Herren, oder aus Gelehrten, Künſtlern und

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