Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 3. Band (1857)
Entstehung
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gedrückt, war verſchwunden, verſchwunden hinter die⸗ ſen Büchern, mit denen die innere Seite derſelben bekleidet war.

Sie ſehen wohl, ſagte der König lächelnd, wer einmal in dieſen Zauberkreis hier eingetreten iſt, kann nicht wieder hinaus. Auch will ich es nicht! Von heute an beginnt für mich ein neues Daſein, und mit dem Schritt über dieſe Schwelle iſt die Vergangenheit von mir abgefallen, wie eine überreife Frucht.

Sein Antlitz war jetzt ernſt und traurig, der Glanz ſeiner Augen umdüſterte ſich. Mit einem leiſen Seuf⸗ zer legte er die Hand auf die Schulter des Marquis und blickte ihn lange ſchweigend an.

Ich will Ihnen ein Geheimniß anvertrauen, ſagte er endlich leiſe. Ich glaube, mein Herz iſt mir geſtern geſtorben, und glauben Sie mir nur, es war ein harter Todeskampf! Jetzt iſt's vorüber, aber die Stelle da, wo einſt das Herz ſchlug, iſt noch wund

von Schmerzen und blutet noch aus tauſend Wunden.

Sie werden alle heilen, und ich werde dann ein har⸗ ter, vernarbter Mann ſein. Sprechen wir nicht mehr davon!

Nein, Sie ſollen nicht ſagen dürfen, Sire, daß Sie jemals verhärten könnten, rief d'Argens tief ge⸗ rührt. Sie ſollen Ihr Herz nicht verleumden, und ſagen, daß es geſtorben ſei. Es lebt mit uns, mit den Freunden, mit der ganzen Welt, mit Allem, was groß, edel, ruhmvoll und erhaben iſt!

Nur nicht mehr mit der Liebe, ſagte der König, das iſt eine entblätterte Roſe, die ich von mir gewor⸗ fen habe, denn die Roſen vertragen ſich nicht mit der Krone, ſie überwuchern entweder die Krone oder ſie

werden von dieſer erdrückt. Ich aber bin es meinem

Volke ſchuldig, daß ich meine Krone glanzvoll und

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